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Black Friday – Die große Verarsche vor dem Weihnachtsfests

Black Friday – Die große Verarsche vor dem Weihnachtsfest

Von Horst Schäbulskie – es ist mal wieder Zeit für Klartext – für meine Kolumne Klartext für Marketer.

 

So, liebe Marketer, haltet euch fest, denn heute wird’s ungemütlich. Wir reden über diesen ganzen Black Friday-, Black Week- und Cyber Monday-Zirkus. Wisst ihr, was das ist? Das ist ein importierter Ramsch-Feiertag, der nur einem Zweck dient: dem Einzelhandel das Weihnachtsgeschäft zu vermiesen und euch, den Verbrauchern, das Gefühl zu geben, ihr müsstet jetzt sofort zugreifen, sonst verpasst ihr das Geschäft eures Lebens. Bullshit ist das. Reine Panikmache, um euch das Geld aus der Tasche zu ziehen, bevor ihr überhaupt wisst, was ihr wollt.

 

Ich sag euch eins: Wer auf diesen Hype aufspringt, hat den Schuss nicht gehört. Oder schlimmer noch: Er hat kein Selbstvertrauen in das eigene Produkt, in die eigene Leistung. Warum muss man mit 50% Rabatt rumwedeln, wenn das, was man anbietet, wirklich gut ist? Wer seinen Wert kennt, muss nicht betteln. Punkt. Ausrufezeichen!

 

Bauchentscheidung statt Buzzword-Bingo

Dieses ganze Black Friday-Gedöns ist das beste Beispiel dafür, wie schnell sich Leute von fremden Ideen leiten lassen, statt auf ihr eigenes Bauchgefühl zu hören. „Alle machen das so, also müssen wir auch mitmachen!“ – Quatsch mit Soße! Wann habt ihr das letzte Mal in euch hineingehört und euch gefragt: „Ist das wirklich MEIN Weg? Passt das zu MEINER Marke, zu MEINER Haltung?“

Hört auf, dem ganzen Leben hinterherzurennen und darauf zu warten, dass euch jemand sagt, was ihr tun sollt. Das ist der größte Fehler, den man machen kann. Die Wahrheit ist: Niemand weiß besser, was ihr wollt und was ihr NICHT wollt, als ihr selbst. Werdet euch darüber klar. Was ist eure Vision? Was ist euer roter Faden? Und wenn ihr das wisst, dann lauft los! Fangt an!

 

Ziele sind für den Start – der Weg ist das Ziel

Dieses Gerede von „Du brauchst einen präzisen 5-Jahres-Plan mit Meilensteinen und KPIs bis zum letzten Komma“ – vergesst es! Ein Ziel ist wichtig, ja. Aber nicht, um sich daran festzuklammern wie ein Ertrinkender an einen Strohhalm. Ein Ziel ist wie der Startpunkt einer Reise: Es zeigt euch, wo ihr losgehen müsst und in welche grobe Richtung es geht. Danach? Danach könnt ihr es vergessen.

Der Rest, meine Freunde, der findet sich. Im Tun. Im Machen. Im Anpassen. Im auf-die-Fresse-Fliegen und Wieder-Aufstehen. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass irgendein erfolgreicher Unternehmer von Anfang an jeden Schritt seines Weges haarklein geplant hatte? Der ist losgelaufen, hat sich umgeschaut, hat gemerkt, was funktioniert und was nicht. Und genau das ist der Punkt: Loslaufen. Jetzt. Nicht morgen, nicht nächste Woche, und schon gar nicht, wenn Black Friday ist.

 

Plan B ist für Verlierer

Und noch was: Dieses Gerede von „Plan B“. Wer einen Plan B hat, hat doch schon aufgegeben, bevor er überhaupt mit Plan A richtig losgelegt hat! Ein Plan B dient nur dazu, den Plan A scheitern zu lassen. Weil ihr euch insgeheim die Option offenhaltet, falls es schwierig wird, klein beizugeben. Wer wirklich will, der beißt sich durch. Der findet einen Weg. Ohne Ausreden. Ohne Notfallplan, der nur die eigene Unsicherheit kaschiert.

Also, wenn die ganzen Rabatt-Fetischisten wieder anfangen, ihre heiße Luft zu verbreiten, lehnt euch zurück. Schaltet den Lärm ab. Hört auf euer Bauchgefühl. Seid ehrlich zu euch selbst und zu euren Kunden. Steht zu eurem Wert. Und dann: Fangt einfach an. Der Rest kommt von allein. Versprochen.

 

Wer seinen eigenen Weg finden will, braucht oft einen ehrlichen Sparringspartner. Redet Klartext mit mir, wenn ihr bereit seid für echte Einsichten.

 

Über den Autor

Horst Schäbulskie ist das unverwechselbare Gesicht der Kolumne „Klartext für Marketer“ bei der Agentur Spielvogel. Mit über 30 Jahren knallharter Erfahrung in der Marketingbranche und einer unerschütterlichen Ruhrpott-Mentalität hat er alles gesehen und gehört. Er scheut sich nicht, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, leere Phrasen zu entlarven und Marketern den Spiegel vorzuhalten. Bei Horst gibt es keine Schönwetter-Prognosen, sondern die Aufforderung, ehrlich zu sich selbst zu sein, dem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen und den Mut zum Machen zu finden. Wer echte Einsichten statt oberflächlicher Ratschläge sucht, ist bei Horst Schäbulskie genau richtig.

 

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