03 Okt. Der Mythos der richtig großen Idee – Es wird nicht passieren!
Machen wir uns nix vor, Freunde. Ich höre diesen Quatsch ständig. Im Meeting, auf Konferenzen, an der Currywurstbude. „Wir warten noch auf die zündende Idee.“ „Wir brauchen den perfekten Plan“ Ich sag euch: Vergesst es. Das ist der größte Bullshit, den die Selbsthilfe-Gurus und Business-Influenzer euch auftischen!
Der Mythos von der richtig großen, lebensverändernden Idee, die euch eines Morgens wie ein Blitz trifft, während ihr nackt mit Anti-Schuppen Shampoo im Haar unter der Dusche steht? Die gibt’s nicht. Sorry – das wird nicht passieren! – Nein, Wartet ihr auch auf den Moment, in dem alles perfekt ist? Dann sag ich euch, wartet ihr, bis der Himmel grün wird. Und während ihr wartet, ziehen die Leute an euch vorbei, die einfach ohne viel zu denken los gelaufen sind. Viele reden von Selbstvertrauen als wäre es ein Lottogewinn, den man sich erst mal verdienen muss. Quatsch. Selbstvertrauen wächst nicht auf Bäumen. Man kriegt es, indem man macht. Indem man den Fuß vor die Tür setzt, stolpert, wieder aufsteht und merkt: Hey, ich lebe noch. Stolpern gehört halt dazu! Hört auf, auf das Lob der anderen zu warten. Euer Chef, euer Kollege, eure Tante, die Schlümpfe — die haben alle ihre eigenen Ängste und Pläne. Die meisten haben doch selbst keinen Schimmer, wie der Hase läuft. Deswegen: Hört auf euer eigenes Bauchgefühl. Das ist oft ehrlicher als jeder Marktbericht.
„Aber – Ich muss erst genau wissen, was ich will!“ Das höre ich dann immer wieder. Aber werdet mal ehrlich zu euch selbst. Fangt damit an, euch klarzuwerden, was ihr nicht wollt. Was nervt euch? Was frustriert euch? Was ist der Schmerzpunkt, den ihr beheben wollt? Das ist euer Startpunkt. Die genaue Route findet ihr unterwegs. Ihr braucht ein Ziel nur aus einem einzigen Grund: um los zu laufen und die grobe Richtung zu kennen. Sobald ihr unterwegs seid, könnt ihr das Ding zur Not auch vergessen. Der Rest, glaubt mir, findet sich -immer! Und mal Tacheles: Wer einen Plan B schmiedet, der plant im Grunde schon das Scheitern von Plan A mit ein. Ein Plan B ist ein Fallschirm für den Kopf, der euch heimlich einflüstert: „Ist nicht schlimm, wenn du nicht alles gibst.“ Wenn ihr wirklich wollt, müsst ihr all-in gehen. Fokussiert eure Energie auf den Erfolg von Plan A. Der einzige, wirklich entscheidende Moment ist der, in dem ihr anfangt. Ob das die kleine Testkampagne ist, der erste Prototyp oder der Anruf bei dem Kunden, vor dem ihr Schiss habt oder die neue hübsche Kollegin die ihr zum Kaffee einladen wollt – egal – Startet! Heute! Nicht morgen, nicht nächste Woche, nicht wenn die Sonne scheint! Das ist die ungeschminkte Wahrheit. Wer das nicht hören will, soll Tupperschüsseln verkaufen.
Was ist eure Ausrede, nicht los zu laufen, nicht anzufangen? Schreibt mir.
Ihr Horst Schäbulskie – Nächste Woche wieder mit Klartext.
