17 Sep. Machen die KI Algorithmen uns zu Dummköpfen?
Liebe Leser,
die digitale Transformation läuft so schnell, dass einem schwindelig werden kann. Jeder spricht von Künstlicher Intelligenz und davon, wie sie das Marketing revolutioniert. Unternehmen, die sich noch nicht mit KI befassen, gelten fast schon als Dinosaurier. Aber mal ehrlich, ist eine Zukunft, in der alles von Algorithmen gesteuert wird, wirklich erstrebenswert? Ich sage: Nein!
Ich denke, KI ist nicht wirklich intelligent! KI ist eher wie der fleißige Praktikant, den Sie noch von früher kennen. Er war nicht wirklich schlecht, er war aber auch nicht richtig gut; er war – wie man so schön sagt – stets bemüht, hat immer gerne geholfen, hat aber nie die Seele Ihres Unternehmens verstanden. Die KI verarbeitet Daten, erstellt ganz passable Designs, schreibt ganz passable, nette Texte – alles blitzschnell, aber was fehlt, ist das gewisse Etwas. Der Funke – die menschliche Emotion! Das macht den Unterschied! Wer sich heute blind auf KI verlässt, wird schon bald in einer grauen Masse von Gleichheit versinken. Bedenken Sie, die KI kann nichts wirklich neues schaffen! Sie kann nur alt bekanntes, das sie im Internet findet – und das ist nur ein sehr, sehr kleiner Teil der gesamten physischen Welt – neu zusammensetzen. Das ist nett, aber ich bin überzeugt, für die Zukunft Ihres Unternehmens viel zu wenig!
Denken Sie an Canva oder Adobe Spark. Das sind wunderbare Tools – für Laien. Schön, um etwas nettes, etwas Ansprechendes für den Geburtstag der Oma oder der Freundin zu entwerfen. Vielleicht auch noch für den Kaninchenzüchter-Verein oder so. Aber Hand aufs Herz – Ich finde man sieht es den Grafiken an. Haben Sie nicht auch schon mal ein Design gesehen, das zwar nett, aber irgendwie seelenlos wirkte? Das ist der Moment, in dem die Illusion zerbricht. Ein Laie mag mit den KI Tools ein hübsches Bild kreieren, aber das tiefere Verständnis für Designprinzipien, die einzigartige kreative Vision – das bleibt dem Menschen und hier den jeweiligen Meistern ihres Faches vorbehalten.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich möchte diese KI nicht verteufeln. Wir leben ohne hin in einer Zeit, in der die Angst omnipräsent ist. Aber anstatt uns in Dystopien zu verlieren, sollten wir die Chancen dieser Zeit erkennen. KI ist nicht wirklich der Feind, zumindest solange ein paar Schurken sie nicht für wer weiss was für einen Blödsinn nutzen. KI ist wie ich meine ein Werkzeug. Ein Werkzeug – nicht mehr und nicht weniger. Ein schönes und teilweise mächtiges Werkzeug, das wir aber klug und besonnen einsetzen müssen. Die Kunst liegt darin, die perfekte Balance zwischen Menschlichkeit und Technologie zu finden. Nutzen Sie KI, um Ihre Reichweite zu erhöhen, um Daten zu analysieren und Ihre Strategien zu optimieren. Aber bewahren Sie sich das, was Sie einzigartig macht: Ihre Menschlichkeit, Ihre Kreativität, Ihre Geschichten. Ihre Kunden wollen keine Statistiken, keine seelenlosen Inhalte, sie wollen Emotionen, wahre Begeisterung, wahre Freude, wahre Liebe zu allem was sie tun!
Also, meine Damen und Herren, probieren Sie es ruhig aus, aber verfallen Sie nicht dem Glauben, dass jetzt alles von alleine geht. Denn sonst gehts alleine und zwar in die Hose, das kann ich Ihnen jetzt schon prophezeien. Lassen Sie sich nicht blenden von den schönen Versprechen, einer digitalen Zukunft. Der Mensch ist und bleibt und handelt analog und emotional. Bedenken Sie das bei all Ihren Entscheidungen in Ihrem Unternehmen. Ich wünsche Ihnen, wie immer an dieser Stelle, viel Erfolg für Ihren Erfolg – mit einem Lächeln, einem Augenzwinkern und ganz viel Menschlichkeit.
So long, viele Grüße
Ihr Horst Schäbulskie
