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Nachruf auf Ralf Harig

Ein Mensch, der eine Lücke hinterlässt

Es ist schwer, in Worte zu fassen, was Ralf Harig für all jene bedeutet hat, die das Glück hatten, ihn zu kennen. Es ist mehr als ein Jahrzehnt her, seit ich ihn und seine Frau im Sommer 2012 auf einem Sommerfest eines Kunden kennenlernten – und mit den Jahren ist nicht nur eine fruchtbare Geschäftsbeziehung gewachsen, sondern vor allem eine echte, tiefe Freundschaft.

Ralf war einer jener Menschen, deren Gegenwart Räume verändert. Seine warme, fröhliche Art, sein großes Herz für Menschen – das hat ihn ausgezeichnet. Er war Anlaufstelle für seine Mitarbeiter, ein guter Zuhörer, der sich Zeit nahm für die kleinen und großen menschlichen Themen, die das Leben mit sich bringt. Hilfsbereitschaft, Empathie und Freundlichkeit waren genauso Teil seines Wesens wie Durchsetzungsvermögen und Zielstrebigkeit. Er war ein Macher – einer, der Krisen bewältigen konnte und seine Visionen in die Tat umsetzte.

Mit Ralf habe ich nicht nur geschäftlich zu Terminen gesprochen; wir haben die Zeit zu gemeinsamen Feiern, beim Essen, im Austausch über die Jahre hinweg genossen. Er wurde zum Ansprechpartner, Ratgeber und Freund.

 

Die letzten Jahre

Es gibt Momente, die man nie vergisst. Für mich ist es jener Tag im April 2019. Auf der Rückfahrt aus Frankreich hörte ich im Radio vom Brand der Notre-Dame. An diesem Tag hatten Ralf und ich ein geschäftliches Treffen im Werk Saargemünd – bewusst kurz gehalten, um den restlichen Nachmittag unserer gemeinsamen Leidenschaft zu widmen: LEGO. Just an diesem Nachmittag erzählte mir Ralf von seinen Augenproblemen. Das, was damals harmlos klang, entpuppte sich später als jene schwere Krankheit, die ihn letztlich aus dem Leben riss.

Die Jahre, die folgten, waren zweifellos schwer – vor allem auch für seine Familie, die diesen Weg an seiner Seite gegangen ist. Die Krankheit hat ihm viel genommen, Stück für Stück. Und doch: Selbst in dieser dunklen Zeit verlor er seinen Kern nicht. Er blieb derselbe Ralf – offen, präsent – ein Freund.

 

Gute Reise, lieber Ralf. Mach’s gut. Du wirst uns fehlen.

Unser tiefes Beileid gilt deiner Frau, deinen Söhnen, deiner Familie, deinen Angehörigen und deinen engsten Freunden in dieser schweren Zeit.

 

 

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