17 Feb. Print statt digitaler Papierkorb
Text 1: Schluss mit dem Digital-Dummfug! Warum Ihre Werbung im Papierkorb landet, bevor sie überhaupt „Guten Tag“ sagen konnte.
Die Kolumne von Horst Schäbulskie
Mal ganz ehrlich unter uns Betschwestern: Haben Sie in letzter Zeit mal Ihren eigenen Posteingang angeguckt? Also den digitalen? Das ist doch kein Postfach mehr, das ist ein digitales Endlager für Müll, den keiner bestellt hat. Und jetzt die Preisfrage: Warum zur Hölle glauben Sie eigentlich, dass Ihr Kunde ausgerechnet auf Ihre Werbe-Mail gewartet hat, während er gerade versucht, die 47 andere Newsletter ungelesen in die Tonne zu kloppen?
Ich kann es nicht mehr hören. „Digital First“, „Social Selling“, „Algorithmus-Optimierung“. Hört auf mit dem Quark! Besonders wenn Sie als Handwerker oder Selbstständiger dem Privatkunden gegenübertreten.
Der „Kannwas“-Irrsinn oder: Design aus der Resterampe
Was ich da draußen sehe, lässt mir die Nackenhaare hochstehen. Da setzen sich gestandene Meister an Tools wie „Kannwas“ oder wie dieser ganze Baukasten-Kram heißt, und basteln sich „Layouts“ zusammen. Mal ehrlich: Wenn ich ein Rohr verlegen will, frag ich den Klempner und klick mir nicht bei YouTube ein Video an und hoffe, dass das Bad danach nicht unter Wasser steht. Warum glauben Sie dann, dass ein zusammengeklicktes Etwas aus der Retorte Ihre Professionalität verkauft?
Das sieht nicht nach „Experte“ aus, das sieht nach „Hobbykeller mit Internetanschluss“ aus. Und genau so zahlt der Kunde dann auch. Wer wie ein Amateur auftritt, darf sich über „Was-ist-letzte-Preis“-Anfragen nicht wundern. Merken Sie selbst, oder?
B2C ist kein Klick-Lotto
Im Privatkundenbereich geht es um Vertrauen. Wenn ich als Kunde jemanden in mein Haus lasse, will ich wissen, mit wem ich es zu tun habe. Eine Instagram-Ad ist weg, sobald der Daumen zuckt. Ein lieblos hingerotztes PDF im Anhang wird im Zweifel gar nicht erst geöffnet.
Aber ein Briefbogen, der nach was aussieht? Eine Visitenkarte, die sich nicht anfühlt wie ein benutztes Papiertaschentuch? Das ist Präsenz. Das bleibt auf dem Küchentisch liegen. Das wandert von der Hand ins Hirn.
Wollen Sie mitschwimmen oder auffallen?
Fragen Sie sich doch mal selbst:
- Wann haben Sie das letzte Mal ein haptisches Werbemittel in der Hand gehalten und gedacht: „Mensch, das sieht aber ordentlich aus“?
- Warum investieren Sie Tausende Euro in digitales Grundrauschen, das nach einer Millisekunde verpufft, statt einmal etwas in der Hand zu halten, das den Kunden auch nach drei Wochen noch an Sie erinnert?
- Ist Ihre Werbung eigentlich eine Einladung zum Dialog – oder nur ein weiterer Grund für den Kunden, den „Spam“-Button zu drücken?
Print im Jahr 2026 ist kein Rückschritt. Es ist die Überholspur für alle, die begriffen haben, dass Menschen immer noch von Menschen kaufen und nicht von Pixelhaufen. Aber – und das ist das dicke Aber – das muss sitzen. Wer hier spart, spart sich seine eigene Zukunft kaputt.
Kurz gesagt: Wer nur digital funkt, bleibt am Ende auf der Strecke, weil er keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Und Eindruck kommt nun mal von „Drucken“. Verstehste?
Ihr Horst Schäbulskie
Haben Sie genug von digitalen Eintagsfliegen, die nur Ihr Budget fressen, aber keine echten Kunden bringen? Dann lassen Sie uns über Marketing und Werbung sprechen, die man anfassen kann und die im Gedächtnis bleibt. Rufen Sie uns an oder kommen Sie auf einen Kaffee in der Agentur Spielvogel vorbei – wir zeigen Ihnen, wie wir Ihre PS mit echtem Print auf die Straße bringen, statt sie im digitalen Datennirvana zu versenken.
