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Fehlendes strategisches Marketing als Motivations- und Erfolgs-Killer

Nach Studie des Dresdener Psycholgen Dieter Frey hat bereits jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland innerlich gekündigt. (SZ 30./31.5./1./6. S. „Wenn der Job in den Suff treibt“) Die Klageliste der Unternehmer ist lang, wenn sie das, für Sie völlig unverständliche, Verhalten ihrer Mitarbeiter beschreiben. Mitarbeiter seien häufig krank, arbeiteten unmotiviert und ließen schlagartig alles stehen und liegen, sobald die offizielle Arbeitszeit vorbei sei. Nicht selten hört man sogar von Sabotage durch Mitarbeiter im Unternehmen. Der wutvolle Schlag auf die Tastatur, den Bildschirm oder der Tritt gegen den Kopierer ist wohl noch harmlos verglichen mit den Taten jener Arbeitnehmer, die wichtige Firmendaten an die Konkurrenz verkaufen, Computerviren absichtlich in Firmennetzwerke einschleusen oder einfach Firmeneigentum mit nach Hause nehmen.

 

Die Ursache für diese, den unternehmerischen Erfolg bedrohende, Erscheinungen liegt hauptsächlich, so verschiedene Studien zu diesem Thema, im Verlust der gesellschaftlichen Werte. Sicher spielen auch andere Faktoren, wie zum Beispiel die Überschuldung privater Haushalte eine Rolle, auf die wir aber hier nicht eingehen möchten. Betrachtet man auf der anderen Seite die Aussagen der Arbeitnehmer, so ist deren Liste an Verfehlungen der Unternehmensleitung bzw. deren Führungspersonal ebenso lang. Die Arbeitnehmer fühlen sich schlecht behandelt, nicht versanden, ungenügend informiert und unterfordert. Tatsächlich werden in Deutschland sieben von zehn Fachkräfte, zumindest rein statistisch betrachtet, unter ihrer Qualifikation beschäftigt, was langfristig ohne Zweifel die Motivation untergräbt. Die Folge, die Arbeitnehmer verlagern ihre Arbeitskraft, ihr Wissen, ihr Know How, ihre Energie in die Freizeit, leiten Vereine, gründen Ich AGs, bauen Häuser oder engagieren sich in der Kommunalpolitik. Die Reaktion der Unternehmen ist, so vielfältig auch die Einzelfälle sind, immer die gleiche. Erhöhung des Drucks auf die Arbeitnehmer, Streichung von Prämien oder Provisionen, Androhung der Kündigung. Doch diese Reaktionen lösen nur Angst und Starre aus. Ein Mensch der um seinen Job, sein Gehalt bangt, ist nicht zu Großtaten fähig. Vielmehr kommen destruktive Begleiterscheinungen wie Alkoholismus, Tablettensucht etc. zum Vorschein.

 

Der Crux dieses Problembereiches jedoch ist es, das herkömmliche Management- und Controlling-Schemata, wie sie den Führungskräften heute noch an Universitäten vermittelt werden, hier nicht greifen. Diese innerbetrieblichen, zwischenmenschlichen Probleme lassen sich nicht mit Standartrezepturen aus längst veralteten Handbüchern oder mit Schraubenziehern korrigieren. Vielmehr liegt die Lösung dieser Probleme darin ein für alle Beteiligten interessantes und erstrebenswertes Arbeitsklima zu schaffen, in dem sich nicht nur die Mitarbeiter wohl fühlen, sondern in dem der unternehmerische Erfolg gewährleistet ist.

 

Konflikte im ursprünglichen Sinne des Wortes – lat. „confligere“ für zusammenstoßen, kämpfen – sind unbedingt innerhalb des Unternehmens zu vermeiden. Das Unternehmen darf nicht zu einer Arena der Platzhirsche und der Rangkämpfe werden. Dies ist besonders in den heute so beliebten flachen Organisationsstrukturen ein Problem. Kompetenzen und Verantwortungen sind in diesen Strukturen oft nicht hinreichend getrennt und begünstigen somit Konflikte zwischen den Arbeitnehmern bzw. den Führungskräften.

 

Ein entsprechend starkes und von allen Mitarbeitern mit getragenes strategisches Unternehmenskonzept, mit einem widerspruchsfreien Wertesystem ist die einzige Möglichkeit langfristig die oben beschriebenen Problemfelder zu lösen oder von vorne herein zu vermeiden.

 

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