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„Ich wünsche dir Zeit, Zeit für Dinge, die du gerne tust, Zeit für Gedanken, die du gerne denkst.“

Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit

Nun denn, liebe Freunde, es ist der 3. Oktober. Das Jahr geht zur Neige, und es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen allen zu sagen, dass es für uns alle in vieler Hinsicht anspruchsvoll war und ist. Es ist bereits das sechste Jahr in Folge. Es hat uns allen bisher viel abverlangt, geschäftlich wie privat. Es hat uns gespalten, Familien und Freundschaften zerrissen. Aber Menschen wie Sie sind der Grund, warum wir dennoch niemals aufgeben.

 

Es ist immer eine Freude, sich im Kreise ehrenwerter Menschen zu wissen, die im Laufe der Jahre gute Dienste geleistet haben. Und ebenso froh stimmt mich der Blick in die Gesichter unseres vielversprechenden Nachwuchses. Sie sind unsere Zukunft. Aber dennoch haben gerade Sie in den vergangenen vier Jahren am meisten gelitten, gelitten unter einem Glaubenskrieg, den niemand gewinnen kann.

 

Ja, man kennt uns als erfolgreiches Land. Aber im gleichen Maße sind wir auch eine Familie. Eine Familie tapferer Männer und Frauen, die an einem Strang ziehen, so wie es auch schon unsere Vorfahren getan haben. Im Geiste eines wiedervereinigten Landes, im Geiste unseres stolzen Volkes, im Geiste des Fortschritts, im Geiste bester, harter, ehrlicher Arbeit. Männer und Frauen, die einem gemeinsamen Ziel entgegenstreben und die mit ihren erstklassigen Dienstleistungen und hervorragenden Produkten den Wohlstand in diesem Land sichern.

 

Und ja, damit auch gutes Geld verdienen, und dafür will ich mich nicht rechtfertigen. Genauso wenig will ich mich für das ehemals so großartige Wirtschaftssystem rechtfertigen, das wir bis vor wenigen Jahren in diesem freien Land hatten. Wir sind angetreten, um unseren Wohlstand zu mehren. Und ich weiß, dass Sie alle und jeder Einzelne von Ihnen fühlt, wie ich. Wir haben dieses Land unter vielen Entbehrungen mit aufgebaut, aber jetzt ist es an der Zeit zu handeln. Die Zukunft steht vor der Tür. Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und mit gemeinsamer Kraft unser Leben zurückzuerobern. Wir brauchen keine Kindermädchen mehr, die uns sagen, was wir tun oder lassen sollen. Wir brauchen niemanden mehr, der uns maßregelt. Wir brauchen keinen Käfig aus Regeln, Vorschriften und Gesetzen, die uns schützen sollen, aber das Leben nicht zulassen. Wir brauchen keinen von da oben.

 

Ich fordere Sie auf, die überholten Strategien von gestern wegzuwerfen. Ich fordere Sie auf, sich von Ihren altmodischen Skrupeln zu befreien. Ich fordere Sie auf, sich von dem Irrweg der letzten vier Jahre zu verabschieden und gemeinsam in die Zukunft aufzubrechen. Für das Wohl unseres geliebten Vaterlandes mit seiner stolzen Tradition. Für das Wohl unserer Demokratie. Für das Wohl unseres Volkes. Für das Wohl unserer Wirtschaft. Für das Wohl der vielen kleinen und mittelständischen Firmen. Für das Wohl unserer Familien. Für das Wohl unserer Kinder. Für Mutterschutz, für Apfelkuchen, für Hundekinder und Babykatzen – für alles, was uns lieb und teuer ist. Es gibt nur ein Wort, das all dies möglich macht. Ein Wort, das die ganze Welt zusammenhält. Und das Wort heißt: Freiheit. Ihr sollt euch auf die Socken machen und es in die Welt hinaus schreien: Freiheit!

 

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